Seite wird geladen...
Diese Website funktioniert mit JavaScript

Impressum / Datenschutzbestimmungen
radio playWebradio starten
Live On-Air

DO NUT LUV ME

BLACK HOLE RAVEN
img
Werbung

crrglaube

CLASSIC ROCK und Glaube


CLASSIC ROCK und Glaube - mit der katholischen und der evangelischen Kirche im Saarland. Hör' doch mal rein!


CLASSIC ROCK & Glaube 15. Juni 2026:
Black Sabbath – Paranoid

Endlich ist das zweite Album im Kasten. Aber dann will die Plattenfirma einen weiteren Song. Und zwar zügig. Die Studiozeit läuft. Und die ist teuer.

Nach fünf Minuten hat der Gitarrist ein Riff, nach 25 Minuten den ganzen Song. Den Text bekommt der Sänger gerade mal 10 Minuten vor der Aufnahme. Das Ergebnis: Black Sabbath und „Paranoid“.

Der Song erzählt von einer schweren Sinnkrise. Weil ihm seine Frau dabei nicht helfen kann, zerbricht die Beziehung. Das Gefühl, die Kontrolle über sein Leben völlig verloren zu haben, ist niederschmetternd. Ozzy Osbourne singt:

„Ich kann die Dinge nicht sehen,
die wahres Glück ausmachen. Ich muss blind sein!“

Vorhandenes nicht sehen können – schlimmer geht es kaum. Der Song ergänzt:

„Glück kann ich nicht spüren.
Liebe ist für mich fern meiner Realität.“

Ein Mensch, der keine Liebe kennt – ändern kann man das nur mit Hilfe anderer. Zitat:

„Ich brauche jemanden, der mir die Dinge im Leben zeigt,
die ich (allein) nicht finden kann!“

Erst später erfindet Ozzy seine Bühnenfigur des „Prince of Darkness“. Oft verblasst die Grenze zwischen Rolle und Realität, auch durch Alkohol und Drogen. Trotzdem gibt es immer Ozzys andere Seite: Er liest in der Bibel, betet vor Konzerten und trägt bewusst ein Kreuz um den Hals. Denn zeitlebens ist Ozzy auf der Suche nach einem tieferen Sinn im Leben, bittet um Hilfe, auch Gott. Ozzy, der „Madman“, ist ein Beispiel dafür, dass das Leben selten gradlinig verläuft. Krisen, Sehnsüchte und Zweifel gehören dazu – manchmal sogar bis an den Rand des Wahnsinns.


CLASSIC ROCK & Glaube 8. Juni 2026:
Ferry, Bryan – Let’s Stick Together

1976 veröffentlichte Roxy Music-Frontmann Bryan Ferry sein Soloalbum „Let’s Stick Together“. Geschrieben hat ihn der US-Country- und Bluessänger Wilbert Harrison 1962. Aber erst in einer Neueinspielung mit sozialkritischem Text wurde er als „Let’s Work Together“ zum Hit.

Bryan Ferry wählt bewusst das Original. Darin heißt es:

„Nun ist ja das Eheversprechen etwas sehr Heiliges.
Der Mann hat uns zusammengeführt.
Nun musst du dich auch daran halten.
Du weißt, wir haben geschworen, einander niemals zu verlassen.
Erst wenn der Brunnen versiegt ist, vermisst man das Wasser.
Komm schon, gib unserer Liebe eine Chance!“

Indirekt spielt der Song auf einen Vers im Markusevangelium an, der bis heute das Eheverständnis in der Katholischen Kirche bildet:

„Was Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht trennen!“ (Mk 10,9)

Für Bryan Ferry spiegelte der Song damals Teile seines Lebens: Er war nämlich mit dem Model Jerry Hall verlobt. Die jedoch bändelte trotz Eheversprechens mit Rolling Stones-Shouter Mick Jagger an. Und so wird der Song zu Ferrys persönlichen musikalischen Appell, zu ihm zurückzukehren.

Genutzt hat das nichts. Vielleicht wäre es wichtiger gewesen, mehr aufeinander zuzugehen, mehr füreinander da zu sein, mehr Gemeinsamkeiten zu pflegen. Eine Garantie, dass das etwas hilft, gibt es allerdings auch nicht. Dennoch ist der Song ernst zu nehmen: als Mahnung zur Treue, vielleicht sogar als Bitte um Beständigkeit in einer Welt, in der alles vergänglich ist. Oft genug sogar die Liebe.


CLASSIC ROCK & Glaube 1. Juni 2026:
Volbeat – Cape Of Our Hero

Als die Metaller von Volbeat 2013 ihr fünftes Studioalbum „Outlaw Gentlemen & Shady Ladies“ veröffentlichten, knallte das sofort auf Platz 9 der US-Billboard-Charts. Sensationell für eine dänische Band! Einer der Antreiber zum Erfolg war wohl „Cape Of Our Hero“ – einer der Songs, in dem Sänger Michael Poulsen Trauerarbeit leistet und den Tod seines Vaters verarbeitet. Er singt:

„Gelegenheiten, die tieferen Kräfte in uns selbst zu entdecken, kommen,
wenn das Leben atmet und mehr zu sein scheint, als es ist.
Ich vertraue blind.
Du sagst mir, wie ich davonfliegen kann
und ich glaube, dass alle Engel kommen.
Reich der Väter und der Helden: Wo bist du?
Ich spreche jede Nacht mehr mit dir als ich sollte.
Was erwartet mich? Und wann wird der Tag sein,
an dem ich den Umhang tragen kann?“

Er glaube fest, so Poulsen, dass jeder Mensch seine eigenen Helden habe. Bei ihm sei das der Vater. Deshalb habe er diesen Song geschrieben, in dem ein Sohn seinen Vater verliert. Und mit ihm seinen Helden.

Doch unsere Helden, so der Song, sind nicht wirklich tot. Wenn man zu ihnen spricht, an sie denkt, dann wirken sie auch über ihren Tod hinaus als Vorbilder; wie Wegweiser für das eigene Leben, gerade in schwierigen Zeiten. Oder wie Poulsen singt: wie Engel. Die geben Hoffnung und Schutz. Wenigstens aber die Inspiration, die weiterhilft, wenn die eigenen Batterien völlig leergesogen sind. Eine geheimnisvolle Kraft, so wie der Umhang, der untrennbar zu den meisten Superhelden gehört.

Ein trauriger, aber auch ein hoffnungsvoller Song.


CLASSIC ROCK RADIO Programm


Werbung

Werbung

Spezialistentipp
Spezialistentipp

Werbung

RADIO SALÜ
Saarlands bester Musikmix
www.salue.de»

Wetter
Saarland

Donnerstag
6-17°

Freitag
11-20°

Samstag
13-22°

Sonntag
9-21°