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Arolsen Archives: Digitale Bildungsplattform NS-Geschichte


23.05.2024 - 13:55 Uhr


Das internationale Zentrum über NS-Verfolgung im nordhessischen Bad Arolsen hat ein neues digitales Bildungsangebot für Jugendliche gestartet. Die Plattform mit dem Namen «und heute?» stellten die Arolsen Archives am Donnerstag vor. Dabei handelt es sich um eine frei zugängliche, modulare Lernumgebung. In sieben interaktiven Minispielen geht es um NS-Geschichte und Fragen der gesellschaftlichen Teilhabe seit 1945. Das Lernangebot wird im Austausch mit Jugendlichen entwickelt und laufend ausgebaut.

Das Interesse junger Menschen an der NS-Zeit sei sehr groß, sagte Floriane Azoulay, Direktorin der Arolsen Archives. «Sie stellen laut einer Studie Bezüge zwischen damals und heute selbst sehr spontan her.» Mit der Plattform wollten die Arolsen Archives einen neuen, leichten Zugang schaffen und der Generation Z die Möglichkeit geben, sich digital mit dem Nationalsozialismus auseinanderzusetzen. Unter der Generation Z versteht man nach Angaben des «Oxford Learner's Dictionaries» junge Menschen, die in den späten 1990er und frühen 2010er-Jahren geboren wurden. Sie gilt allgemein als erste Generation, die mit dem Internet aufgewachsen ist.

Das inhaltliche Spektrum des neuen Angebots reicht von der Beschäftigung mit historischen Orten und Ereignissen bis zu heutigen gesellschaftlichen Themen. So können Nutzerinnen und Nutzer in einem der Minispiele etwa auf virtuelle Spurensuche in der weitverzweigten Landschaft der Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald gehen. In weiteren Modulen geht es um Fragen wie: Was bedeutet Jüdischsein heute? Wie viel NS-Vergangenheit steckt in unserem Alltag? Oder wie wäre mein Leben mit einem anderen Pass?

Mit ihrer Bildungsinitiative wollen die Arolsen Archives neue Wege gehen, um Jugendliche zu erreichen und für demokratiefeindliche Tendenzen zu sensibilisieren. «Wir wollen damit einen Beitrag dazu leisten, Demokratie zu stärken und Vielfalt und Respekt zu fördern», sagte Azoulay auch mit Blick auf den 75. Jahrestag des Grundgesetzes. «Zugang zu historischem Wissen leicht und attraktiv zu machen, ist wichtiger denn je.»

Die Arolsen Archives gelten als weltweit umfassendste Sammlung zu den Opfern der NS-Verbrechen. Die Sammlung mit Hinweisen zu rund 17,5 Millionen Menschen gehört zum Unesco-Weltdokumentenerbe.

Eine besondere Wanderausstellung der Einrichtung macht derzeit im mittelhessischen Marburg Station. Unter dem Namen «#StolenMemory» (deutsch: gestohlene Erinnerung) reist das durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien geförderte Projekt seit August 2020 mit mittlerweile vier aufklappbaren Containern durch Deutschland und aktuell auch durch Polen und Frankreich. Im Mittelpunkt stehen dabei der letzte Besitz von KZ-Inhaftierten und die Frage, wie es heute noch gelingt, diese Dinge an Familien der Opfer zurückzugeben.

Die Open-Air-Ausstellung zeigt Bilder solcher persönlichen Gegenstände, die Häftlingen bei ihrer Ankunft in den Konzentrationslagern von den Nationalsozialisten abgenommen wurden, und erzählt vom Schicksal von zehn NS-Verfolgten. In Marburg ist die Ausstellung seit diesem Donnerstag bis zum 11. Juni auf dem Vorplatz des Staatsarchivs am Friedrichsplatz zu sehen.

© dpa-infocom, dpa:240523-99-137391/2

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